Keine Retrospektive von Monet zu Ostern, aber…

Behlül Kalfa | 22. März 2016

Laut Duden leitet sich das Wort Ostern vom indogermanischen Wort für die Frühlingsgöttin ab. Zu althochdeutsch ōstar, also östlich; im Osten, d.h. in der Richtung der aufgehenden Sonne. Die Morgenröte. Als Claude Monet eines Morgens aufwachte und zum Hotelfenster hinausschaute, sah er den Sonnenaufgang: die erste «künstlerische Impression» im Jahre 1872, die die Interpretation der Kunst bis heute prägte. Die Geburt des Impressionismus war der Beginn einer neuen Ära. Und so lohnt es sich auch am Osterwochenende, der Kunst nachzugehen und in den Frühling aufzubrechen!

Bodensee | Zürich | Basel | Bern

Bodensee

SingenKunst 2015 | DE

Bis 27.03.2016 | Kunstmuseum Singen

Eine Ausstellung des Kunstvereins Singen im Kunstmuseum Singen.

Längst hat sich die vom Kunstverein Singen veranstaltete Reihe SingenKunst zum Klassiker unter den Überblicksausstellungen zur zeitgenössischen Kunst im westlichen Bodenseeraum entwickelt. 2002 startete die Reihe; seit 2009 wird sie im aktuellen Format veranstaltet; 2015 zum siebten Mal gezeigt. 19 Künstler und Künstlerinnen bzw. Künstlerduos aus Deutschland und der angrenzenden Schweiz zeigen ihre aktuellen, teilweise mehrteiligen oder raumgreifenden Arbeiten.

www.kunstmuseum-singen.de

Théodore Strawinsky: Lied der Stille | AI

Bis 27.03.2016 | Kunstmuseum Appenzell

In mehrfacher Hinsicht ist «Théodore Strawinsky – Lied der Stille» eine Premiere innerhalb des Ausstellungsprogramms. Es ist die erste Ausstellung des Westschweizer Künstlers Théodore Strawinsky (1907-1989), ältester Sohn des Komponisten Igor Strawinsky, in der Deutschschweiz; es ist die erste umfassende Kooperation der Abteilungen Musik und Kunst der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell und ihre erste Ausstellung, die realistische Kunst in den Fokus stellt.

kunstmuseumappenzell.ch

Confronting Anitya | LI, AT

Bis 8.5.2016 | *Gasometer Kulturzentrum / Johanniterkirche / Kunst Palais Liechteinstein

Die Ausstellung an drei Orten zeigt aktuelle Positionen der zeitgenössischen Kunst aus China, die sich direkt mit der chinesischen Tradition auseinandersetzen. Die VeranstalterInnen wollen die Bühne der Ausstellung in Europa dazu nutzen, diese hervorragenden Künstler den internationalen Kollegen vorzustellen, mit der Hoffnung, der internationalen Gegenwartskunstszene, die erfüllt ist von Aufprallen, Aufreizen und Spannung, einen Hauch Kühle, Friedfertigkeit, schlichte Eleganz und einen anderen Geschmack bescheren zu können.

*Der Gasometer bleibt während Ostern geschlossen

www.gasometer.li | www.johanniterkirche.at | www.palaisliechtenstein.at

Martin Kasper: Bruchstücke. Spiegelfragmente | DE

Bis 22.05.2016 | Städtisches Museum Engen + Galerie

Martin Kasper ist für seine zumeist großformatigen, in altmeisterlicher Tempera gemalten Architekturbilder bekannt, die menschenleere Innenräume zeigen: Ob Diskotheken, Flure, Kinofoyers, Museums- oder Warteräume – die Bilder faszinieren durch ihre sogartigen Wirkungen und Spiegelungen, durch die Wände und Decken entmaterialisiert erscheinen. «Realistisch» wirken diese Räume nur auf den ersten Blick. Durch die vielfältigen ästhetischen Brechungen, Durchsichten in anstoßende Räume und flächig-abstrakten Begrenzungen reflektiert Kasper die Wirkung der malerischen Mittel und lotet die Malerei nach ihren materiellen und geistigen Möglichkeiten aus.

www.engen.de/pb/engen,Lde/Startseite/Tourismus+_+Kultur/Staedtisches+Museum+Engen_Galerie

Pablo Picasso «Picassos Passionen» | DE

Bis 28.8.2016 | Stadtmuseum Lindau

Zu Picassos 135. Geburtstag widmet sich die Ausstellung in Lindau den großen Passionen des Meisters, denen im Leben wie in der Kunst Picassos besondere Hingabe galt. Anhand ausgewählter Arbeiten präsentiert die Schau zentrale Leitmotive, die sein gesamtes Schaffen durchziehen: Familie, Zirkus, Maler und Modell, Stierkampf, Die alten Meister und Skulptur.

www.kultur-lindau.de/museum

Heiliger Besuch | SH

Bis 28.8.2016 | Museum zu Allerheiligen

15 ausgewählte mittelalterliche Skulpturen aus der Sammlung E.G. Bührle begegnen den qualitätsvollen gotischen Bildwerken aus den museumseigenen Beständen. Die Skulpturenkollektion des Industriellen Emil Bührle (1890-1956) ist eine kleine, wenig bekannte Abteilung dieser bedeutenden Sammlung, die vor allem für ihre berühmten Bilder französischer Impressionisten bekannt ist. Den ausdrucksstarken gotischen Bildwerken gegenübergestellt wird eine Werkgruppe der international bekannten Schweizer Foto- und Videokünstlerin Annelies Štrba (*1947). Ihre Interpretationen von Madonnenbildern umfangen die ihrem sakralen Kontext entrissenen Werke mit einem im Jetzt gewirkten Mantel von magischer Strahlkraft.

www.allerheiligen.ch

Ganznah | AT

19.3.2016 – 21.3.2019 | Vorarlberg Museum

«ganznah» ist nach «Sein & Mein» die zweite Ausstellung im Format SICHTEN. Dieses Ausstellungsformat, das mit Wiedereröffnung des Hauses im Jahr 2013 startete, hat Vorarlberg als Rahmen und Bezugsraum. Ziel ist es, einen anderen Blick auf das Land zu werfen, unerwartete Geschichten zu Tage zu befördern und Potenziale (Sammlungs-, Erzähl- und Erinnerungsressourcen) offen zu legen. 2016 steht das Thema «Berührung» dabei im Fokus des Interesses.

www.vorarlbergmuseum.at

Zürich

Angela Bulloch: Space Fiction Object | ZH

Bis 2.4.2016 | Galerie Eva Presenhuber

In ihren jüngsten Werken setzt Angela Bulloch sich zunehmend damit auseinander, wie die Interaktion mit Objekten unsere Bewegung im Raum strukturiert und motiviert. Damit knüpft sie an ihre Beschäftigung mit Ordnungssystemen an, die entziffert werden müssen, um Handlungsspielräume zu ermöglichen. Häufig – und auch in einigen ihrer neuen Arbeiten – arbeitet sie mit Lichtern, die an – und ausgehen, und den Betrachter zur Interaktion anleiten. Wie in allen ihren Ordnungssystemen untersucht die Künstlerin, wie wir mit existierenden Zeichensystemen interagieren.

www.presenhuber.com

Kazuna Taguchi: you are a mirror, reflecting me | ZH

Bis 2.4.2016 | Galerie Christophe Guye

Kazuna Taguchi malt mit erstaunlichem Realismus anonyme Phantasiefrauen und Stillleben, wobei sie gefundene Fotos, ausgeschnittene Bilder aus Zeitschriften und Zeitungen als Vorlage verwendet. Das auf diese Weise entstandene Acrylgemälde fotografiert sie anschliessend und fertigt, nach geduldiger Arbeit in der Dunkelkammer, eine Fotografie an, die dann als das endgültige Werk präsentiert wird. Ein Betrachter, der vor einem der von ihr fachkundig ausgearbeiteten Werken steht, wird den seltsamen und dennoch unwiderstehlichen Realitätssinn im Bild spüren.

www.christopheguye.com

Vivian Maier: Taking the Long Way Home | ZH

Bis 3.4.2016 | Photobastei

Taking the Long Way Home, die erste Einzelausstellung zum Werk von Vivian Maier (1926-2009) in der Schweiz, wird mit über 150 Abzügen, vor allem aus ihrer Zeit in New York (frühe 1950er Jahre) und in Chicago (ab 1956), einen umfangreichen Einblick in ihr Schaffen geben und am 3. März 2016 in der Photobastei in Zürich eröffnen. Kuratiert wird die Ausstellung von Daniel Blochwitz, der dank der Zusammenarbeit mit der KMS Fine Art Group AG auf noch nie ausgestelltes Material zurückgreift. Taking the Long Way Home verspricht neue Zugänge und Erkenntnisse zu dieser noch weitgehend unbekannten Ausnahmekünstlerin.

www.photobastei.ch

Gary Komarin / Sabine Tress | ZH

Bis 16.4.2016 | Galerie Proarta

Die neusten Werke von Sabine Tress zeugen von einer Reife wie kaum zuvor. Die verspielten, figürlichen und floralen Motive, welche bis anhin hauptsächlich ihre Bildflächen beherrschten, sind fast völlig gewichen und haben einer ausdrucksstarken, abstrakten und expressiven Malerei Platz gemacht.

Gary Komarin gilt neben Robert Motherwell, Clyfford Still und Joan Mitchell als wichtiger Vertreter des Abstrakten Expressionismus. Seine Bilder leben von einer monumentalen Präsenz, subtil wechselnden Farbpigmenten und motivisch unbestimmbaren Elementen, die sich auf eine faszinierende Weise gegenseitig ergänzen.

www.proarta.ch

Michael Venezia: Versions | ZH

Bis 30.4.2016 | Häusler Contemporary Zürich

Häusler Contemporary Zürich zeigt nun die zweite Einzelausstellung von Michael Venezia, die mit teils lange nicht gezeigten Werken seinen wesentlichen Beitrag zur Erneuerung der Malerei nach 1960 veranschaulicht. Venezias Bedeutung wird zeitgleich in einer Ausstellung im Kunstverein Heilbronn gewürdigt sowie mit einer neuen, umfassenden Publikation im Snoeck-Verlag, die in Kooperation mit Häusler Contemporary realisiert wurde.

www.haeusler-contemporary.com

Jasper Morrison: Thingness | ZH

Bis 5.5.2016 | Museum für Gestaltung

Gutes Design ist «supernormal». Mit diesem Ansatz hat der Engländer Jasper Morrison ein neues Designverständnis geprägt. Die Form tritt beim weltweit gefeierten Designer in den Hintergrund. Historischer Bezug, Produktions- und Materialgerechtigkeit und vor allem der Beitrag zur Atmosphäre eines Raumes sind die relevanten Werte in seiner Arbeit. Die erste Retrospektive über Jasper Morrison ist ein Plädoyer für eine Gestaltung jenseits von Pathos, Klimbim, überzogenem Formwille oder programmatischer Askese. Sie kombiniert seine wegweisenden Entwürfe für internationale Firmen mit den Entwicklungsgeschichten hinter den Werken.

www.museum-gestaltung.ch

Pipilotti Rist | ZH

Bis 8.5.2016 | Kunsthaus Zürich

Pipilotti Rist (*1962) ist eine wegweisende Figur der Videokunst und hat sich mit ihren sinnlich-unverfrorenen Videoinstallationen international einen Namen gemacht. Unterhaltsam, ironisch und selbstbewusst befasst sich die Künstlerin in ihren Videoinstallationen mit Konventionen und Tabus. Die Ausstellung zeigt Schlüsselwerke vom Beginn ihrer internationalen Karriere, darunter die frühen Single-Channel-Videos, mit denen sie in den 1980er-Jahren bekannt wurde. Speziell für Zürich realisiert Pipilotti Rist im weitläufigen Bührlesaal eine Installation im grossen Format und geht dabei neue künstlerische und technische Wege.

www.kunsthaus.ch

The Playground Project | ZH

Bis 15.5.2016 | Kunsthalle Zürich

Auf über 1000 m2 zeigt die Kunsthalle im Frühjahr 2016, dass der Spielplatz, diese Nische in den Städten, ein subversiver Ort sein kann, ein Experimentierfeld im öffentlichen Raum für Kunst und Gesellschaft und eine Reibungsfläche für Erwachsene, Eltern und Kinder. Die Kunsthalle installiert Spielskulpturen für Kinder, führt in Filmen, Fotografien und Objekten durch über 100 Jahre Spielplatz und fragt, wo wir heute stehen. Und sie  zeigt, was jenseits vom Standard alles möglich ist.

www.kunsthallezurich.ch

Collection on Display: Momentary Monuments | ZH

Bis 16.5.2016 | Migrosmuseum für Gegenwartskunst

Collection on Display zeigt unter dem Titel Momentary Monuments Werke, die sich mit der Bedeutung und Funktion des Denkmals und im weiteren Sinne mit Erinnern und Vergessen auseinandersetzen. Die Ausstellung vereint bereits bekannte Arbeiten aus der Sammlung mit bisher wenig gezeigten Werken und Neuzugängen, die hier zum ersten Mal vorgestellt werden.

www.migrosmuseum.ch

Dada Afrika | ZH

Bis 17.7.2016 | Museum Rietberg

Dada wird 100 Jahre alt: Zeit für «Dada Afrika»! Weltweit zum ersten Mal widmet sich diese Ausstellung der Auseinandersetzung der Dadaisten mit aussereuropäischer Kunst und Kultur. Die sinngewaltigen, spartenübergreifenden Inszenierungen der «Soirées nègres» im Cabaret Voltaire attackierten den gängigen Kunstbegriff und die bis dahin geltenden Wertvorstellungen.

www.rietberg.ch

Alois Dubach / Eva Stürmlin: Wenn das Konstruktive fremd geht! | Winterthur

Bis 17.4.2016 | Oxyd Kunsträume

Die beiden Künstler haben eines gemeinsam, das «Konstruktive» im weitesten Sinne. Der Neuenburger Alois Dubach (*1947) ist ein Metallplastiker und erarbeitet seit seinem Berliner Aufenthalt im Jahr 2002 grosse, sehr konstruierte und gleichzeitig von feiner Poesie erfüllte Zeichnungen. Es ist eine Art Denken im Raum, das die Zürcher Zeichnerin und Malerin Eva Stürmlin (*1957) ihrerseits praktiziert. Aber ihre Zeichnungen erspüren den Raum auf freiere, experimentellere Art, und ihre unerhört persönlichen Formfindungen entwickeln sich häufig zu eigentlichen Architekturfantasien.

www.oxydart.ch

Total Records – Vinyl & Fotografie | Winterthur

Bis 16.5.2016 | Fotomuseum

Die Fotografie ist aus der Erfolgsgeschichte des Schallplattenformats nicht wegzudenken: Von Grace Jones über David Bowie zu den Rolling Stones hat sie vielen Musiker_innen und Bands über das Albumcover eine unverkennbare visuelle Identität verliehen, sie zu Ikonen stilisiert. An rund 500 Schallplattencover zeigt Total Records die innovativen und künstlerischen Wechselwirkungen zwischen Vinyl und Fotografie und nimmt uns mit auf eine Reise in die Kultur- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts.

www.fotomuseum.ch

Basel

Thomas Behling: Rahmenbedingungen | BS

Bis 26.3.2016 | Galerie Eulenspiegel

Liebhaber alter und ausgearbeiteter Rahmen werden an den Werken Thomas Behlings ihre helle Freude haben. Immer wieder verwendet der Künstler für seine eher kleinformatigen Arbeiten originale Rahmen. Diese Vorliebe hat mehrere Gründe. Denn diese Rahmen vermitteln nicht allein den Gout oder eher den Mief der häufig (klein)bürgerlichen Sphäre des späten 19. oder frühen 20. Jahrhunderts, denen die Motive der von den Rahmen umschlossenen Bilder entstammen.
Durch die Verwendung historischer Rahmen entsteht der Eindruck, die häufig vom Künstler überarbeiteten Darstellungen seien ursprünglich so. Dadurch kollidieren auf fruchtbare Weise die künstlerischen Eingriffe Behlings mit den ursprünglichen Bildinhalten.

www.galerieeulenspiegel.ch

Guido Nussbaum: Während 2 Monaten, in 2 Räumen und einem Weltraum | BS

Bis 2.4.2016 | Stampa Galerie

Die Galerie Stampa zeigt ausgewählte Werke aus den verschiedenen Epochen des Künstlers, die u.a. auf die Vielseitigkeit seiner künstlerischen Medien verweisen: Malerei, Fotografie, Skulptur. Im retrospektiven Rückblick erleben wir die Werke wieder neu oder gar zum ersten Mal. Ein langer künstlerischer Werdegang in Kurzform. In einem eigenen Raum hat der Künstler einen Teil seiner Weltkugeltondi (WKT) als Weltraum-Installation inszeniert – aufgereiht wie eine Perlenkette und einer ellipsenförmigen Weltumdrehung nachempfunden. Die Kontinente sind auf den Werken geografisch unverändert. Ihre Position wird durch den Lichtpunkt vorgegeben. Nussbaums Welten werden durch den Akt der Malerei und gegebenenfalls durch die Werktitel neu interpretiert.

www.stampa-galerie.ch

Better Ideas for Life | BS

Bis 3.4.2016 | Ausstellungsraum Klingental

(…) Ein Frosch jagt an Land mit Hilfe seines Sehvermögens. Er entkommt seinen Feinden im wesentlichen deshalb, weil er sie sieht. Seine Augen bewegen sich nicht wie unsere, wenn sie Beute verfolgen, auf verdächtige Ereignisse achten oder nach interessanten Objekten suchen. Der Frosch zeigt kompensatorische Augenbewegungen, wenn sein Körper seine Lage in Bezug auf die Richtung der Schwerkraft ändert oder wenn sich die gesamte sichtbare Welt um ihn dreht…

www.ausstellungsraum.ch

Marina Pinsky: Dyed Channel | BS

Bis 17.4.2016 | Kunsthalle Basel

Die Stadt Basel – der Rhein, ihre Architektur und Pharmaziegeschichte – dienen Marina Pinsky (*1986) als zentrales Thema, um für ihre erste institutionelle Ausstellung in der Schweiz, die auch ihre bislang grösste Einzelausstellung ist, eine traumähnliche Landschaft aus neuen Arbeiten zu schaffen. Die in Russland geborene und in Brüssel lebende Künstlerin verwendet historische Beispiele für Markenkennzeichnung, um die Politik, die hinter diesen Objekten und ihren Abbildungen steht, zu erforschen.

www.kunsthallebasel.ch

Jean Dubuffet: Metamorphosen der Landschaft | BS

Bis 8.5.2016 | Fondation Beyeler

Anhand von über 100 Werken des überaus facettenreichen und vielschichtigen Schaffens präsentiert die Fondation Beyeler die erste grosse Retrospektive Dubuffets in der Schweiz im 21. Jahrhundert. Dabei geht die Ausstellung von seiner faszinierenden Deutung von Landschaft aus, die sich bei ihm auch in Körper, Gesichter und Objekte verwandeln kann. In seinem Werk experimentierte der Künstler mit neuen Techniken und Materialien wie Sand, Schmetterlingsflügeln, Schwämmen und Schlacke, um daraus ein ganz eigenes und einzigartiges Bilduniversum zu kreieren.

www.fondationbeyeler.ch

Anne Sauser-Hall: Dark Side | BS

Bis 14.5.2016 | Galerie Gisèle Linder

Unter dem Titel Dark Side umfasst die Ausstellung eine Video-Projektion The Dark Side of the Moon (2015), die nach einer Fotografie von Pink Floyd aus dem Jahre 1973 gemacht wurde, und eine Serie von Zeichnungen, die von den im Video auftretenden Schauspielern blind ausgeführt wurden. Eine Sonderausgabe Moon (2016) bezieht sich auf die psychedelische Rockband und vervollständigt das Ganze.

www.galerielinder.ch

Prière De Toucher: Der Tastsinn der Kunst | BS

Bis 16.5.2016 | Museum Tinguely

Das Museum Tinguely verfolgt das Projekt einer Ausstellungsreihe, mit der es die komplexe Thematik der fünf menschlichen Sinne und ihrer Darstellung in der Kunst bis zur Gegenwart beleuchtet. 2015 wurde die erste Ausstellung unter dem Titel «Belle Haleine – Der Duft der Kunst» eröffnet und wird dieses Jahr mit «Prière De Toucher: Der Tastsinn der Kunst» fortgesetzt. Diese widmet sich vom 12. Februar bis 16. Mai 2016 dem faszinierenden Phänomen der haptischen Wahrnehmung und bricht mit der üblichen musealen Praktik, vornehmlich den Sehsinn des Besuchers anzusprechen.

www.tinguely.ch

Reinhard Mucha | BS

Bis 16.10.2016 | Kunstmuseum Basel – Gegenwart

Das Werk des gebürtigen Düsseldorfers Reinhard Mucha wurde ab den 1980er Jahren durch eine Vielzahl beachteter Ausstellungen international bekannt. In Basel setzte er 1987 mit der Kunsthallen-Ausstellung Nordausgang Massstäbe. Heute gehört Mucha zu den wichtigsten Künstlern seiner Generation. Im Fokus der Ausstellung steht die Installation Frankfurter Block, [2016] 2014, 2012, ein raumgreifendes und in seiner vielschichtigen Form erst vor zwei Jahren abgeschlossenes Projekt, in dem Mucha zwölf zum Teil selbst schon umfangreiche Werke – entstanden in Zeiträumen zwischen 1981 und 2014 – zu einem Ensemble zusammenführt.

www.kunstmuseumbasel.ch

Bern

Karoline Schreiber: Ich bin doch kein Automat! | BE

Bis 26.3.2016 | Stadtgalerie im PROGR

Karoline Schreibers Schaffen umfasst Malerei und Zeichnung. Ihre Motive greifen Unzulänglichkeiten und Abgründe auf. Die Einzelausstellung in der Stadtgalerie rückt das zeichnerische Universum in den Fokus, in dem die Künstlerin mit Techniken und Konzepten experimentiert.

www.bern.ch/politik-und-verwaltung/stadtverwaltung/prd/abteilung-kulturelles/stadtgalerie

Wolfgang Breuer: Milka Ritter Sport | BE

Bis 3.4.2016 | Kunsthalle Bern

«Diese Ausstellung ist ein Ersatz für eine iPhone-App, die ich seit Jahren vorschlage, die aber keiner will. Diese App würde die Zeitskala/Tonhöhe von Musik (gespielt) in einem Auto entsprechend seiner Be- oder Entschleunigung verändern.
Oder:
Bei steter Geschwindigkeit tauscht das Publikum die vorbeiziehende Landschaft für die Musik ein. Wenn aber jemand langsamer wird, wird entweder die Musik oder die Landschaft arbeitslos. Wenn aber die Musik für eine kurze Zeit auch langsamer würde, wäre das hilfreich für eine neue Einstellung. Das Publikum ist zufrieden und muss die Kunsthalle Bern nicht besuchen…»

www.kunsthallebern.ch

Erich Weiss / Otto Tschumi: Black | BE

Bis 4.4.2016 | Galerie Bernhard Bischoff & Partner

Die Besucher der Ausstellung in der Galerie Bernhard Bischoff & Partner können die neuen Collagen, Neon Schilder und fotografischen Werke von Erich Weiss entdecken.
Der Titel «BLACK» ruft natürlich verschiedene Assoziationen hervor, sowohl positive als auch negative. Zuallererst ist es offensichtlich, dass da ein innerer Humor, eine nicht ganz ernst gemeinte Ironie, mitspielt: Erich Weiss kreiert eine «black show». Schwarz ist dunkel, es steht für das Böse, Diskriminierung, Kolonialismus, Sklaverei, aber zugleich ist es die bewegende Kraft zwischen all der guten Musik, mit welcher wir aufgewachsen sind: vom Jazz bis zum Rock’n Roll.

www.bernhardbischoff.ch

Ka Moser | BE

Bis 16.4.2016 | Duflonracz

Die Künstlerin Ka Moser bewegt sich seit sich seit den Achtzigerjahren phasenweise zwischen musikalischer Konzertperformance, Malerei und digitalen Bildwelten. Transformationen von einem Medium zum anderen sind grundlegend für ihre Arbeitsweise. Dabei findet eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der digitalen Bildfindung und Manipulation statt. Jedoch versteht die Künstlerin ihre Arbeit primär als Malerei, die im Wechselspiel zwischen verschiedenen medialen Ebenen ihr Potential entfaltet.

www.duflon-racz.ch

Chinese Whispers | BE

Bis 19.6.2016 | Kunstmuseum Bern / Zentrum Paul Klee

«Chinese Whispers» ist eine eindrucksvolle Gemeinschaftsausstellung des Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. Sie bietet Ihnen einen vertieften Einblick in die Kunstproduktion Chinas der letzten fünfzehn Jahre und ermöglicht es, das Land aus der Sicht von Kunstschaffenden von Ai Weiwei bis Zhuang Hui zu entdecken. Der Titel «Chinese Whispers» bezieht sich auf das Kinderspiel «Stille Post», bei dem Personen eine Nachricht weiterflüstern, die sich im Lauf der Zeit verfälscht. Diese Idee von Überlieferung, Austausch, Missverständnis und Verzerrung liegt auch der Ausstellung zugrunde. Einerseits wird der Einfluss der westlichen Gegenwartskunst auf das chinesische Schaffen sichtbar gemacht, andererseits wird die Auseinandersetzung mit der eigenen Tradition und den Lebensbedingungen im heutigen China reflektiert.

www.kunstmuseumbern.ch | www.zpk.org