Arznei für die Seele

St.Gallen | ArtRegion: Bodensee
Stiftsbibliothek

Arznei für die Seele

Mit der Stiftsbibliothek St.Gallen durch die Jahrhunderte

14. März – 12. November 2017

            

Die Stiftsbibliothek St.Gallen blickt auf vierzehn Jahrhunderte Geschichte zurück. Sie ist eine der ältesten heute noch bestehenden Bibliotheken der Welt. Die Ausstellung «Arznei für die Seele» wirft einen Blick zurück auf die ereignisreiche Entwicklung der Institution von den Anfängen im 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Mit der Entstehung neuer Bibliotheken in den frühmittelalterlichen Klöstern regte sich nach dem Niedergang der Antike das kulturelle und wissenschaftliche Leben neu. Bereits bei Gallus, der 612 als irischer Missionar und Eremit seine Zelle an der Steinach erbaute, spielten Bücher eine Rolle, und wohl schon vor der Gründung des Klosters St.Gallen um 719 wurde eine kleine Handschriftensammlung eingerichtet, die allerdings verloren ist. Der St.Galler Klosterplan zeigt um 820 die Verbindung von Schreibwerkstatt und Bücherbestand. Aus diesem Zusammenspiel entstand dann eine der grössten und besten Bibliotheken Europas. Sie wurde im Hartmutturm aufbewahrt und trotzte dort vom 9. bis zum 16. Jahrhundert allen Gefahren und mehreren Stadtbränden. Der Bestand wurde auch im Hoch- und Spätmittelalter von den Mönchen weiter genutzt.

Mit Glück überstand die Bibliothek zusammen mit dem Kloster die Reformationszeit. 1553 erhielt sie einen eigenen Bau im Westflügel des Konventgebäudes und 1767 mit dem heutigen Barocksaal einen der weltweit schönsten Bibliotheksräume. Die Äbte der Barockzeit pflegten und vermehrten den Bestand vorbildlich, und er blieb fast unbeschadet erhalten, als das Kloster 1805 aufgehoben wurde. Seither steht die Bibliothek im Eigentum des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen, der sie als wissenschaftliche Institution von Weltruf weiterführt und entwickelt. Als Herzstück des Weltkulturerbes Stiftsbezirk St.Gallen ist die Stiftsbibliothek heute die wichtigste Sehenswürdigkeit in St.Gallen.

Von den alten Handschriftensammlungen Europas ist die Stiftsbibliothek St.Gallen zugleich eine der besten und die am vollständigsten erhaltene. Die Ausstellung zeigt im berühmten Barocksaal das Werden und Wirken dieser einzigartigen Institution durch die Jahrhunderte. Der Titel knüpft an die Überschrift «Seelenapotheke» über dem Eingangsportal an.

Öffnungszeiten

Mo–So 10–17.00 Uhr
Geschlossen: 24./25.12. und bei Ausstellungswechsel

Eintrittspreise

Barocksaal & Lapidarium:

Erwachsene CHF 12
Gruppen ab 10 Personen CHF 10
Schüler und Studenten CHF 9
Schüler-/Studentengruppen CHF 7
Audioguide Stiftsbibliothek und Stiftsbezirk St.Gallen (D|E|F|I): CHF 5


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Stiftsbibliothek
Klosterhof 6D
9000 St.Gallen

Öffentlicher Verkehr

Bus 12: Stiftsbezirk
Bahn: St.Gallen Hauptbahnhof