Artists‘ Window

Bild zur Ausstellung Uncanny Valley

Basel | ArtRegion: Basel - Oberrhein
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Artists‘ Window

Uncanny Valley

26. Januar – 14. März 2019

Artists‘ Window testet wörtlich die Metapher des Fensters als Ein- oder Ausblick in eine andere Wirklichkeit, in ein unbekanntes Terrain, zu einer überraschenden Dinglichkeit oder Sprache. Als kleine Bühnen im Geschehen der Stadt fordern sie ein Rollenspiel heraus. Dem Unheimlichen begegnen: in digital animierten Welten, Schattengestalten oder der Grossstadt. Die installativen Arbeiten von Anne-Dominique Hubert, Dirk Koy und Marie Sutter machen die räumliche Beschaffenheit des Unheimlichen erfahrbar.

Der Titel uncanny valley referiert auf einen stehenden Begriff aus den Roboteringenieurwissenschaften. Dort bezeichnet „uncanny valley“ eine Lücke in der Akzeptanz einer künstlichen Figur. Während man zunächst annehmen würde, dass menschenähnlich gestaltete Avatare oder Roboter von Menschen besser akzeptiert werden als klar ersichtlich erfundene Figuren, zeigt sich in der Praxis das Gegenteil: Anthropomorphisierte Avatare oder Roboter erscheinen oft unheimlicher als dem Menschen ganz unähnliche Figuren. Dies zeigt, dass das Unheimliche weder an einem bestimmten Subjekt, noch an einem bestimmten, angeblich furchteinflössenden Objekt hängt. Das Unheimliche besteht vielmehr in der ungewissen Stellung selbst, welche Subjekt und Objekt zueinander einnehmen. Das Unheimliche, welches auch ein Untersuchungsfeld der Psychoanalyse ist, hat räumliche Komponenten. Ein Faktor, auf den bereits Sigmund Freud mit seinem Verweis auf die etymologischen Wurzeln des Unheimlichen im altgermanischen Wort „heim“ aufmerksam machte.

In der Fotografie 2631 (2018) von Marie Sutter (*1994) wird eine urbane Situation durch farbliche Veränderungen in etwas Beklemmendes  verwandelt, wodurch der Fantasie des Betrachters neue Wege ins Innere eröffnet werden. Bei der Arbeit ground (2018) von Drik Koy (*1977) muss man im wahrsten Sinne des Wortes den Blickpunkt wechseln, um auf den Monitoren die 3D Animation der Transformation eines Baumstammes in eine Landschaft beobachten zu können. Während Anne-Dominique Hubert (*1952) in ihrer Arbeit Wirbel 1 (2018), in denen verwilderte Hunde eine Rolle spielen, den Prozess der Verfremdung wie auch der Annäherung, der das Fremde in Vertrautes umformt, reflektiert. Die Arbeiten der drei Kunstschaffenden machen die räumliche Beschaffenheit des Unheimlichen in ihren extra für die Schaufenster des DOCK erschaffenen Installationen erfahrbar.

Besondere Öffnungszeiten

Ganztags

Eintrittspreise

Tram 8: Feldbergstrasse

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Klybeckstrasse 29
Basel