Die Mädchen der Nacht sind immer zu dritt

Hégenheim | ArtRegion: Basel - Oberrhein
FABRIKculture

Die Mädchen der Nacht sind immer zu dritt

Regionale 19

25. November 2018 – 6. Januar 2019

Von Juli bis November 1975 haben sich Monique Wittig & Sande Zeig daran gewagt, ein Feminismus-Lexikon zu schreiben. Sie wohnten in einem Drei-Zimmer-Haus über den Klippen der Insel Santorin (Kykladen) und bildeten Tag und Nacht ihre eigene Gesellschaft; sie verfassten den Text «Lesbische Völker: ein Wörterbuch».

Heute werden wir uns ein Wort aus diesem Wörterbuch merken: NACHT.

«NACHT. Die Mädchen der Nacht sind immer zu dritt. Sie haben ein schwarzes Gesicht und schwarze Glieder. Manchmal schminken sie ihre Augenlider, ihre Wangen und ihre Nase mit goldener Farbe. So haben sie eine glitzernde Maske unter dem Licht, während ihr Kinn und ihr Kiefer unsichtbar bleiben. Vor der Blütezeit wurden sie vertrieben und verfolgt, weil sie nachts lebten. Aber sie verstanden es zu verschwinden, wenn man dachte, sie gefangen zu halten. (…) Die Fabelerzählerinnen sagen, dass es überall Mädchen der Nacht gibt und dass man die Nacht bewohnen muss, um sich ihnen zu nähern.» M. Wittig & S. Zeig.

Kurator: Richard Neyroud

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