«Ich hätte gerne einen typischen Chagall»

«Ich hätte gerne einen typischen Chagall»KunstmuseumBasel2022

Basel | ArtRegion: Basel - Oberrhein

Kunstmuseum Basel | Hauptbau

Marc Chagall: «Ich hätte gerne einen typischen Chagall»

13. August 2022 – 22. Januar 2023

Art Basel Week Hours (10-16 June 2024):

Mon/Tue 9-18 | Wed 9-20 | Thu 11-18 | Fri-Sun 9-18

Das Kunstmuseum Basel zeigt den Einfluss, den verschiedene Privatsammler:innen auf Marc Chagalls Durchbruch hatten. Ausgangspunkt für die Ausstellung „Ich hätte gerne einen typischen Chagall“ im Zwischengeschoss des Hauptbaus sind die Gemälde aus der Sammlung Im Obersteg und der Öffentlichen Kunstsammlung Basel.

Private Förderer:innen und Sammler:innen spielten eine entscheidende Rolle für den frühen Erfolg von Marc Chagall. Sie unterstützten den Künstler in politisch schwierigen Zeiten finanziell und durch Initiativen und Projekte, die sein künstlerisches Werk einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machten. Die Beweggründe dieser Sammler waren sehr unterschiedlich: Während sich der russisch-jüdische Kunstsammler Yakov Kagan-Chapchay für die aus der jüdischen Kultur stammenden Motive in Chagalls Gemälden interessierte, gefiel der Basler Sammlerin Maja Sacher-Stehlin eher die avantgardistische und surrealistische Formensprache Chagalls. Karl Im Obersteg hingegen begeisterte sich für die zeitgenössische russische Kunst im Allgemeinen.

Diese unterschiedlichen Zugangsweisen zu Chagalls Werk zeugen auch von der Vielschichtigkeit seines Schaffens. Sie spiegeln im Wesentlichen die Einflüsse dreier Kulturen wider, in denen der Künstler im Laufe seines Lebens zu Hause war: die geistige Welt des osteuropäischen Judentums, die Kunst des vorrevolutionären und revolutionären Russlands und der malerische Aufbruch der Moderne in Frankreich. Zwischen beiden Welten vermittelte das Berlin der 1920er Jahre. Dort leitete Herwarth Walden die einflussreiche Zeitschrift Der Sturm und die gleichnamige Galerie, in welcher er Chagall 1914 die erste Einzelausstellung widmete.

Die Ausstellung „Ich hätte gerne einen typischen Chagall“ beschäftigt sich mit den Umständen und Motiven für die Aufnahme von Chagalls Werken in private Kunstsammlungen. Sie kombiniert die Gemälde und Grafiken aus dem Kunstmuseum Basel mit Fotografien und Dokumenten aus dem Archiv der Stiftung Im Obersteg.
Der Titel der Ausstellung zitiert aus einem Brief von Karl Im Obersteg an Marc Chagall vom 23. Oktober 1935: „Ich bin eben daran, meine Bilder etwas umzuhängen und hätte vor allem gerne einen typischen Chagall in meinem Wohnzimmer gegenüber dem Picasso.“


Öffnungszeiten

Di-So 10-18
Mi, Fr 10–20

Kunstmuseum Basel | Hauptbau
St. Alban-Graben 16
4010 Basel

Öffentlicher Verkehr

Tram 2 bis Kunstmuseum