Lustenau | ArtRegion: Bodensee

Galerie Hollenstein – Kunstraum und Sammlung

Melanie Ender / Sebastian Koch: ippst, ippt (siehe ipst, ipt)

7. Mai – 4. Juli 2021

Covid-19 Massnahmen:

Geöffnet von 7. Februar 2021

Beim Besuch ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend

Melanie Enders und Sebastian Kochs Arbeit verbindet vor allem der Zugang zum Material:
Beide teilen ein Interesse an der Gegenüberstellung verschiedener Stofflichkeiten, und beide entwickeln ihre Formen-Sprache aus der Geschichte der Materialien im Kontext ihrer Verwendung. Trotz dieser augenscheinlichen Gemeinsamkeiten sind es auch die unterschiedlichen Herangehensweisen an ihre Arbeit, die in der Ausstellung herausgearbeitet werden:

Melanie Enders Arbeit zeichnet sich dabei durch eine besondere Konsequenz, Ernsthaftigkeit und Sensibilität im Umgang mit ihren Materialien aus. Zentrales Thema ist die Frage nach demjenigen Moment, in dem das Material zum Bild wird. Ihre Arbeit mit Gipskartonplatten ist dafür beispielhaft: Die Platten werden mit einem feuchten Schwamm abgerieben, Papierschichten dadurch schichtweise abgetragen, bis der Gipskern freigelegt ist und sich so die ursprüngliche Erscheinung dieses Materials völlig verändert. Spuren des manuellen Prozesses – Kratzspuren, Abschabungen und Papierreste – bleiben im Gips sichtbar und definieren die Oberfläche der so langsam aus ihrer Ummantelung geschälten skulpturalen Objekte. In der Kombination mit fein gebogenen Messing-Arbeiten, Papier oder gefalteten Textilien werden sie in unterschiedlichen Konstellationen zu Bildträgern, Sockeln oder selbst zum Bild: „Es gibt für mich keine hierarchische Ordnung der einzelnen skulpturalen Elemente, es bleibt das gleiche Material, egal ob zur Bildfläche ‚erhoben‘ oder als Bodenplatte oder Sockel für Objekte dienend.“ (Ender)

Öffnungszeiten

Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag: 15 – 19

Galerie Hollenstein – Kunstraum und Sammlung
Pontenstraße 20
6890 Lustenau