Katharina Meister

…und es treffen sich… 2018/19, Scherenschnitt, Mischtechnik in Vitrine, 40x50x7

Tuttlingen | ArtRegion: Bodensee

Galerie der Stadt Tuttlingen

Katharina Meister

30. Juli – 4. September 2022

Katharina Meisters mehrschichtige Zeichnungen und Installationen regen den Betrachter dazu an, auf Entdeckungsreise zu gehen. Aber obwohl die Arbeiten ästhetisch anziehend wirken, bearbeiten sie die dunklen Seiten der Realität. So beschäftigt sich die Künstlerin in ihren Werken mit dem Thema des Klimawandels und benutzt ihre Kunst dafür, „wissenschaftliche Daten und Fakten auf visuelle Weise darzustellen“, um so eine weitere Perspektive zu erschaffen, aus der diese Thematik betrachtet werden kann“.

Sie nennt ihre Kunst „Klimakunst“, recherchiert die Rolle von Kreativität im Bereich der Problemlösung und spricht von dem Mehrwert, den sie in einer Verbindung von Kunst und Wissenschaft erkennt. Meister arbeitet hauptsächlich mit der Zeichnung und dem Scherenschnitt. Der schwarze Papierschnitt wurde im 18. Jahrhundert entwickelt, wo er von Frankreich über England nach Deutschland gelangte. Dort wurde die Portrait-Silhouette bald zum Konsumprodukt und ein kulturelles Dokument der deutschen klassischen Musik. Derzeit ist das Medium in der Gegenwartskunst allgegenwärtig. Im Allgemeinen wird er als politisches Medium verstanden, das sich mit Sozialkritik beschäftigt und schwierige Fragen stellt.

Meisters Papierkunst zeigt dem Betrachter die Vielseitigkeit des Materials in der Form einer detailreichen Zeichnung, als filigraner Scherenschnitt oder voluminöse Skulptur. Schlussendlich versucht Meister durch ihre Werke den Betrachter dazu zu ermutigen, auf ehrliche Weise seine Beziehung zur Natur zu hinterfragen.


Öffnungszeiten

Di-So 11-18

Galerie der Stadt Tuttlingen
Rathausstraße 7
78532 Tuttlingen