Momentaufnahme

Johanna I, 1984. Acryl auf ungrundierter Baumwolle, 330 x 340 cm; Privatsammlung. © 2011 Franz Gertsch

Burgdorf | ArtRegion: Zusätzliche Tipps

Museum Franz Gertsch

Franz Gertsch: Momentaufnahme

22. September 2012 – 3. März 2013

Anlässlich des Jubiläumsjahres zu seinem zehnjährigen Bestehen zeigt das Museum Franz Gertsch eine umfassende Ausstellung mit Gemälden und Holzschnitten von Franz Gertsch aus den Jahren 1980 bis 2012. Den Höhepunkt dieser Schau bilden die neuesten Gemälde des Künstlers, «Maria» und «Bromelia» aus der Trilogie «Guadeloupe» (ab 2011).

Franz Gertsch (*1930) gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern der Schweiz. Nach romantischen malerischen Anfängen kam Franz Gertsch ab 1965 über Collagen im Stil der Pop Art zu seinen grossformatigen fotorealistischen Gemälden und Holzschnitten, für die er heute international bekannt ist.
Im vergangenen Herbst wurde das malerische und druckgrafische Frühwerk des Künstlers präsentiert, in der aktuellen Ausstellung geht es nun darum, den reifen Künstler ab den frühen Achtziger Jahren zu zeigen. Neben den Publikumslieblingen «Johanna I» (1983/ 84) und «Silvia I» (1998) wird «Gräser I» (1995/96) ausgestellt. Eine Auswahl der grossformatigen Holzschnitte des Künstlers wird die Gemälde begleiten und ergänzen. Es handelt sich dabei um Landschaften. Die Bandbreite dieses Überblicks des Schaffens der letzten dreissig Jahre wird selbstverständlich vom 2007 begonnenen und 2011 fertig gestellten Zyklus der vier Jahreszeiten gekrönt, der als Hauptwerk im späten Schaffen von Franz Gertsch betrachtet werden kann.
Unermüdlich im Schaffensdrang, hat sich Franz Gertsch nach der Vollendung des «Frühlings» einem weiteren zyklischen Werk zugewandt. Das Museum Franz Gertsch freut sich, sein neues Gemälde erstmals zu präsentieren: Bei «Maria (Guadeloupe)» (2011/12) handelt es sich um das mittlere Gemälde eines dreiteiligen Werks, das sich unter den Stichworten «Werden – Sein–Vergehen» mit dem Lebenszyklus auseinandersetzt. Das monumentale Aktbildnis der «Maria», das nach einer auf Guadeloupe entstandenen Fotografie ausgeführt wurde, steht hierbei mit seiner überlebensgrossen Sinnlichkeit für das «Sein». Pünktlich zum Jubiläumswochenende enthüllt das Museum Franz Gertsch auch das zweite fertig gestellte Gemälde: «Bromelia (Guadeloupe)» (2012) symbolisiert das «Werden» in der Darstellung einer üppigen karibischen Landschaft mit der leuchtend roten Blüte einer blühenden Bromelia-Pflanze.


Öffnungszeiten

Mi - Fr: 10 - 18
Sa, So: 10 - 17

Öffnungszeiten Feiertage 2012
Montag, 24.12.2012, bis und mit Mittwoch, 2.1.2013, geschlossen

Museum Franz Gertsch
Platanenstrasse 3
3401 Burgdorf

Öffentlicher Verkehr

Bahnhof Burgdorf, 5 Minuten Fussweg