Public Arp

Bild zur Ausstellung Public Arp

Appenzell | ArtRegion: Bodensee
Kunstmuseum Appenzell

Hans Arp: Public Arp

Architekturbezogene Arbeiten

16. Juni – 3. November 2019

Dem Weltkünstler Hans Arp (1886–1966) wurden zahlreiche Ausstellungen gewidmet, die entweder anthologisch angelegt waren oder bestimmte Aspekte seines Œuvres beleuchteten. Es gibt aber weiterhin Bereiche, die bis heute kaum Beachtung fanden, wie beispielsweise Arps Werke, die im Zusammenhang mit architektonischen Vorhaben entstanden sind. Dieses Thema wurde bislang in der Literatur kaum, bei Ausstellungen so gut wie gar nicht behandelt – eine reizvolle Lücke, die durch die Ausstellung wenigstens teilweise geschlossen wird.

Nach 1945 – als Arps Geltung als international wichtiger Bildhauer bekannt war – bekam er zahlreiche Aufträge für öffentliche Arbeiten. Die architekturbezogenen Werke Arps gehören zu seinem Spätwerk, abgesehen von einer Ausnahme: die Wandmalereien für das ehemalige Pestalozzi-Schulhaus in Zürich, die Arp 1915 mit seinem Künstlerfreund Otto van Rees schuf. Die Ausstellung fokussiert auf zehn Hauptwerke, die mittels der Entwürfe, des Archivmaterials, einiger Modelle, historischer Fotografien, Filmausschnitten, aber auch grossformatiger neuer Aufnahmen dargestellt werden: Pestalozzischule Zürich, Harvard Graduate Center, Universitätsstadt Caracas, Allerheiligenkirche Basel, Palais de l’UNESCO Paris, Technische Universität Braunschweig, Universität St. Gallen, Allgemeine Gewerbeschule Basel, Kirche St. Peter und Paul in Oberwil .Auch kleinere und nicht realisierte Projekte werden vorgestellt: Kaufhaus „De Bijenkorf“ in Rotterdam, Realschule und Progymnasium in Bachmatten/Basel, Universitäts- und Landesbibliothek, Bonn und Zisterzienserabtei Mehrerau.

Es werden desgleichen autonome Kunstwerke in die Ausstellung integriert, die im unmittelbaren Zusammenhang mit den ortsbezogenen Arbeiten stehen, denn diese sind teilweise Monumentalisierungen früherer Werke.

Die meisten Exponate stammen aus den Beständen der Fondazione Marguerite Arp Locarno; dieser Bestand wird durch wichtige Leihgaben aus institutionellem und privatem Besitz ergänzt. Da in der Ausstellung neben der Kunst Hans Arps die jeweiligen architektonischen und historischen Kontexte eine besondere Rolle spielen, wird der Ausstellungsrundgang durch die zehn Kabinette des Kunstmuseums Appenzell, selbst eine Inkunabel der Museumsarchitektur, multimedial inszeniert.

Öffnungszeiten

Apr – Okt
Di–Fr 10–12 und 14–17 Uhr
Sa/So 11–17 Uhr

Nov – Mar
Di–Sa 14–17 Uhr
So 11–17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene CHF 9
AHV / Studenten / Kinder CHF 6
Familienkarte CHF 19

Kombiticket mit Museum Liner:
Erwachsene CHF 15
AHV / Studenten / Kinder CHF 10
Familienkarte CHF 32
Jahreskarte CHF 30

Kunstmuseum Appenzell
Unterrainstrasse 5
9050 Appenzell

Öffentlicher Verkehr

Bahn: Appenzell