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Sarasin Art

Daniel Orson Ybarra: Seedlings

19. Mai – 25. Juni 2022

Sämlinge (Seedlings), die jüngsten Werke von Daniel Orson Ybarra, entspringen der Beobachtung der Natur und der Dynamik, die sie umgibt: Der Prozess des Wachstums, der Zeugung und des Aufblühens, der von der zurückgehaltenen Kraft des Samens (des Potenzials der Zukunft) bis zum erweiterten, entspannten und spezialisierten Ausdruck seiner Form, seiner Früchte, Blüten, Blätter und Wurzeln reicht.
Ybarras Bilder sind Collagen und Assemblagen und haben die gleiche Logik wie seine früheren Werke: Farbige Schattenspiele und schillernde Lichter, die durch das Laub fallen, die der Künstler mit einer leichten Unschärfe wiederherstellt,
so dass sie sich vom Bild absetzen. Somit wird der naturalistische Bezug abge- schwächt und das Bild vorsichtig in die Abstraktion verschoben.
Damit beginnt ein Umkehrprozess, der sich dem natürlichen Vorbild entge- genstellt, indem er es für einen anderen Zweck verwendet und für die Transforma- tion öffnet, welche für die Kunst charakteristisch ist. Die Metapher tritt an die Stelle der Metamorphose; die Blätter der Bäume, die den Ausgangspunkt für die Bilder bilden, werden in Seedlings zu einem Laubwerk im eigentlichen Sinne des Wortes, zu einem Stapel transparenter Schichten, bei dem jede Schicht durch einen Eingriff von Malerei oder Zeichnung auf einem Teil der Oberfläche gekennzeichnet ist. Die Formen entstehen somit aus einem Wechselspiel von versteckten und sichtbaren Elementen und verleihen dem Bild eine gewisse Tiefe.
Die Werke Keimlinge (Germinations) sind Verdichtungen von Möglichkeiten und ihren Auswirkungen, welche bei den Betrachtern die Bewegung des Blicks bestimmen. Die Betrachter finden im Bild wenig Sicherheit und Halt, so dass diese im Schwindel der Tiefe beinahe zu Traumbildern werden. Die Transparenz wird zum Element des Werks, das ordnende Bildelemente durch eine Oberfläche ersetzt. Diese Oberfläche wirkt über den Rand hinaus und wird so beinahe zur Installation. Dies ist eine weitere Facette von Ybarras Werk.
Daniel Orson Ybarra wurde 1957 in Montevideo, Uruguay, geboren. Er lebt und arbeitet in Barcelona, Genf und Montevideo. In den letzten Jahren zeigte er seine Werke in Einzelausstellungen in Barcelona, Berlin, Basel, Miami, São Paulo und
in China. Er nahm auch an der Osaka Triennale und der Ushuaïa Biennale, besser bekannt als «End of the World biennial» teil. Das Institut Valencià d’Art Modern (IVAM), Valencia, Spanien, widmete ihm 2014 eine Retrospektive.

Mittwoch, 1. Juni 2022 | 18:30 Uhr
Talk mit Frau Françoise-Hélène Brou Kunsthistorikerin Seedlings und Ybarras Werk
Anmeldung erwünscht

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