Trois p’tits tours et puis s’en vont

trois-ptits-tours-et-puis-s-en-vont_Le19CRAC2022

Montbéliard | ArtRegion: Basel - Oberrhein

Le 19 – Centre régional d’art contemporain

Trois p’tits tours et puis s’en vont

15. September 2022 – 15. Januar 2023

Art Basel Week Hours (10-16 June 2024):

Tue-Sat 14-18 | Sun 15-18

In den Installationen der Ausstellung „Trois p’tits tours et puis s’en vont“ werden bestimmte Codes und Praktiken der darstellenden Kunst verwendet: Bühnenbilder von Aurore-Caroline Marty und Cécile Meynier, Inszenierung der Videoperformances von Louise Siffert, Requisiten von D’entrée de jeu von Chloé Serre, Kostüme von Memory Matrix (nach Paolozzi) von Sarah Tritz, Marionetten und Puppen von Menteur Mentor von David Posth-Kohler und Tristz Institutt von Sarah Tritz.
Dabei beziehen sich die Künstler:innen nicht so sehr auf das Theater im engeren Sinne, sondern auf eher marginale oder populäre Praktiken, bei denen exzentrische Figuren und übertriebene Parodien geschaffen werden, die mit den Konventionen der vorherrschenden Kultur brechen: Puppenspiel, Pantomime, Commedia dell’arte, Karneval oder Dada-Kabarett.
Die einzelnen Elemente der Installationen werden nicht inszeniert, sondern zueinander in den Raum gestellt. So bleibt die Rolle der Skulpturen als dritte Objekte erhalten, die weiterhin als Bindeglied zwischen den Kunstschaffenden und dem Publikum fungieren.

Mit zahlreichen Verweisen auf die Kunstgeschichte verkörpern diese Arbeiten eine Formengeschichte, die einerseits in der Gegenwart gelebt wird, andererseits mit intimen Erfahrungen verwoben ist, aus denen sich wiederum eine Konkretion von Erzählungen speist.
Gegenwartskunst und ihre Kritik sind von der Wiederkehr der Gefühle geprägt. Die hier vertretenen Künstler:innen akzeptieren, dass ihre Werke im Kern von einem Netz von Geschichten und Beziehungen beeinflusst sind. Sie setzen daher auf die Fähigkeit des Publikums, sich in diese Geschichten einfühlen zu können.

Jede Installation arbeitet auch mit dem Modus des Spiels – sei es durch Performern, Kunstschaffenden, Schauspieler:innen oder Tänzer:innen, durch Spielzeug und spielerische Accessoires oder durch einen wie ein Spielbrett gestalteten Raum.
Spiel und Kunst haben eine halb reale, halb imaginäre Tätigkeit gemeinsam, um die Welt zu symbolisieren und neu zu gestalten. Daher liegt ein Hauch von Kindheit über der Ausstellung, nicht um künstliche Frische zu verleihen, sondern um das Lernen wieder in den Mittelpunkt des kreativen Prozesses zu stellen, wie das Erlernen der Sprache bei Kindern. Aus diesem Grund verwenden einige eine rudimentäre oder krude, manchmal stammelnde, da noch im Entstehen begriffene Plastiksprache.
Indem sie sich als „Lernende“ positionieren, erforschen die teilnehmenden Künstler:innen vor allem eine mögliche Neugestaltung der Welt, das Fortbestehen einer Plastizität, die vom Fortbestehen einer vitalen Kraft der Metamorphose zeugt.


Öffnungszeiten

Di-Sa 14-18
So 15-18

Le 19 – Centre régional d’art contemporain
19 avenue des Alliés
25200 Montbéliard

Öffentlicher Verkehr

Train: Montbéliard / Belfort-Montbéliard