Waaghaus St.Gallen

Bohl 14 | St.Gallen | Art Region: Bodensee

              

Das Waaghaus am Bohl wurde 1584/85 als Gredhaus mit amtlicher Waage erbaut. In diesem Gebäude wurden die Handelsgüter der sanktgallischen Kaufleute gewogen, verzollt und dann im Obergeschoß in ,Gehaltern‘ eingelagert. Es war in einem für die alte Stadt St.Gallen und den ganzen süddeutschen Kulturkreis bezeichnenden Stil erbaut: Seine Merkmale sind die großen Einfahrtstore und die in der Mittelachse übereinander angeordneten Öffnungen zum Aufziehen schweren Handelsgutes. Mit seinen Stufengiebeln und den treulich ausgewogenen Proportionen stellt es ein charaktervolles, in gedrungener Kraft dastehendes Bauwerk dar.

Nach der Eröffnung der Bahnlinie St.Gallen-Winterthur (1856) wurde am Bahnhof ein Zoll- und Niederlagsgebäude errichtet, womit das Waaghaus offenbar überflüssig geworden war. Man brachte im Erdgeschoss zunächst die Polizeiwache und die Postfiliale unter. Später wurden im ersten Stock Räume für einige städtische Ämter eingerichtet.

Heute beherbergt das Waaghaus im ersten Stock den Sitzungssaal des St.Galler Stadtparlaments sowie einen Saal, der für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden kann. Im Erdgeschoss, mit teilweise offenen Arkaden, finden immer wieder Märkte und Unterhaltungsfeste statt, beispielsweise während der grossen Messen OLMA und OFFA, oder der St.Galler Weihnachtsmarkt.

Öffnungszeiten
Öffnungszeiten je nach Ausstellung.

Öffentlicher Verkehr
Bus 1, 3, 4, 7: Marktplatz

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